Samstag, 28. Juni 2014

Parelli Seven Games




Die Seven Games...

Die Seven Games stellen einen der grössten Durchbrüche im Vermitteln der Kommunikation zwischen Mensch und Pferd dar. Sie sind ein systematischer Weg und basieren auf den gleichen Spielen, die Pferde untereinander benutzen, um Freundschaft und Dominanz zu etablieren. Das Pferd, das die Spiele stets "gewinnt" wird zum Alpha-Tier der Herde. Wir müssen lernen, wie wir Alpha in unserer kleinen Herde mit unserem Pferd werden. Dazu verwenden wir die gleichen Strategien wie Pferde und distanzieren uns von Gewalt, Aggression und Einschüchterung. Pferde sind geborene "Nachläufer". Sie suchen natürliche Anführer. Unter guter Führung verlieren sie ihre Furcht, werden ruhiger, vertrauensvoller und aufmerksamer.

Bevor du dich je auf einen Pferderücken schwingst, solltest du das Pferd richtig kennenlernen. Der Mythos, ein Pferd einfach zu satteln und aufzusteigen, bringt so viele Menschen in grosse Schwierigkeiten.


Das Pferd hat ein "Recht" dazu, dich in Schwirigkeiten zu bringen, wenn es dich nicht gut genug kennt, oder wenn es mit der Art und Weise, wie du es behandelst, nicht einverstanden ist. Steige nicht einfach auf! Schaffe zuerst eine Beziehung. Du brauchst eine Verbindung mit deinem Pferd, sein Verständnis und seine Akzeptanz. Du brauchst eine Sprache, durch die du kommunizieren kannst und verstanden wirst.

Du bist dafür verantwortlich, deines Pferdes Führer zu werden. Du lehrst dein Pferd ruhiger, schlauer, mutiger und athletischer zu werden, deiner Einschätzung der Dinge zu vertrauen, alles widerstandslos auszuprobieren, wozu du es aufforderst, jeder Art von Druck zu weichen und jeder Art von Druck zu folgen, sich mit Hindernissen auseinanderzusetzen, seitwärts zu gehen und mit Leichtigkeit rückwärts zu gehen.

Die Seven Games werden dir helfen, all dies zu erreichen und noch mehr: Sie dienen auch als Diagnose-System. Sie spüren die Löcher in der Entwicklung deines Pferdes auf und helfen dir dabei zu verstehen, wieso es diese Löcher gibt, und wie du sie stopfen kannst.

Egal, was du mit deinem Pferd machst: Es ist immer eines der Seven Games oder eine Kombination aus ihnen. Wenn du alle sieben sehr gut beherrschst und zwar so gut, dass sogar dein Pferd beeindruckt ist, gibt es für dich keine Grenzen, in dem was du alles mit deinem Pferd tun oder lernen kannst. Du brauchst dazu nur noch die Zeit, die Einstellung und den Pfad.

Ich habe jedem Spiel eine Nummer zugeordnet, da es anfangs - während der Lernphase für dich und dein Pferd - wichtig ist, sie in dieser Reihenfolge zu spielen.

Die ersten drei Spiele sind die "Basisspiele". Sie sind vergleichbar mit dem Alphabet.





Das Friendly Game #1

Dieses Spiel überzeugt dein Pferd davon, dass du dich nicht wie ein Raubtier verhalten wirst und dass es dir vertrauen kann. Es ist dir wichtig, sein Vertrauen zu gewinnen und es freundlich an seinem ganzen Körper berühren zu dürfen. Jeder Körperteil, an dem es sich nicht berühren lässt, gibt dir Aufschluss über sein Misstrauen. Durch Annäherung und Rückzug und ohne jeglichen Zwang wirst du erreichen, jeden Millimeter seines Körpers berühren zu dürfen - und dein Pferd wird es sogar geniessen. Dann kannst du es steigern und Seile, Stöcke, Plastiktüten und Mäntel (alle denkbaren und undenkbaren Gegenstände) einsetzen, um deinem Pferd zu helfen, mutiger, vertrauensvoller und weniger skeptisch zu werden. Die Schlüssel dazu sind: Lächeln, Rythmus, Annäherung und Rückzug, Desensibilisierung.


Das Porcupine Game #2

Mit diesem Spiel lehrst du dein Pferd, einem Gefühl zu folgen und dem Druck deiner Fingerspitzen oder des Carrot Sticks zu weichen. Es bereitet das Pferd darauf vor, auf den durch Gefühl übermittelten Druck der Zügel, der Trense, der Beine usw. zu antworten. Das Gefühl des Drucks ist konstant (nicht stossend-stechend), mit steigender Intensität, bis das Pferd antwortet. Schon bei der kleinsten richtigen Reaktion hört der Druck augenblicklich auf. Er wird in Vier Phasen angebracht, wobei er in jeder Phase kontinuierlich wächst. Der Druck lässt nur dann nach, wenn das Pferd antwortet. Das Pferd lernt also durch das Loslassen, dass es die richtige Bewegung gemacht hat. Belohne auch den geringsten Versuch mit augenblicklichem Loslassen, Streicheln (Friendly Game #1) und einem Lächeln.
Lehre das Porcupine Game #2 in allen Zonen. Die Schlüssel dazu: Konzentrierter Blick, stetiger Druck, Vier Phasen.


Das Driving Game #3

Dieses Spiel lehrt dein Pferd, einem Vorschlag zu folgen, ohne dass du es berührst. Es wird aus immer grösseren Entfernungen gespielt, je weiter du im Programm vorankommst. Wieder sind die Vier Phasen wichtig, ohne den Rythmus zu verändern. Sobald das Pferd antwortet, entspanne dich und lächle. Es erinnert ein wenig an "konstruktives Scheuen", allerdings darf das Pferd dabei keine Angst haben. Lerne, dein Pferd in alle Richtungen zu bewegen, indem du die Zonen benutzt. Die Schlüssel: konzentrierter Blick, Rythmus, Vier Phasen


Die nächsten vier Spiele sind "Zweckspiele". Da du ja nun die "Alphabetspiele" schon kennst, kannst du sie zu "Worten" und "Sätzen" kombinieren und eine Sprache bilden.


Das Yo-Yo Game #4


Schicke das Pferd rückwärts, indem du das 3,7m Seil "schüttelst". Hole es wieder auf einer geraden Linie zu dir heran, indem du das Seil "kämmst". Wende wieder vier Phasen an.
Spiele das Yo-Yo zuerst auf ebenem Boden. Sobald es besser wird, werde herausfordender und spiele es auch auf unebenenem Gelände, schneller, über eine Stange oder einen Baumstamm oder am längeren Seil.
Auf diese Weise lernt dein Pferd, dich beim Führen nicht zu überrennen, sich in seinen Bewegungen zu tragen und Aufrichtung. Ausserdem wirkt es dem Vorwärtsstürmen entgegen, verbessert das Anhalten und entwickelt Sliding Stops.
Die Schlüssel: gerade Linien, positive Antworten, Phantasie


Das Circling Game #5

Verwechsle das Circling Game #5 nicht mit Longieren! Beim Longieren wird das Pferd in unzähligen, sinnlosen Zirkeln herum und herum geschickt. Dagegen stimuliert das Circling Game #5 das Pferd mental, emotional und physisch, und es lernt, mit dir verbunden zu bleiben. Das Seil ist dabei weich und verbessert die mentale Verbindung mit dem Pferd. Ausserdem wird ein positives Muster zu Zirkeln und Kurven gefördert. Das Spiel besteht aus drei Teilen: dem Senden, dem Erlauben und dem Hereinholen. Nachdem du dein Pferd auf den Zirkel geschickt hast, entspanne dich und lass es in Ruhe. Lächle, und gib dir das Seil hinter deinem Rücken durch. So gibst du dem Pferd die Möglichkeit, selbst die Verantwortung dafür zu übernehmen, in Bewegung zu bleiben. Widerstehe der Versuchung, dein Pferd bei jedem Schritt schnalzend anzutreiben, da es nur abstumpft.

Frage dein Pferd für mindestens zwei und höchstens vier Runden. Mehr Zirkel verbessern zwar die physische Fitness des Pferdes, schaden aber auf Dauer seinem Gemüt. Ich benutze alle Seven Games, um die physische, mentale und emotionale Fitness des Pferdes zu verbessern.

Das Weichen der Hinterhand (Disengagement) ist sehr wichtig. Du löst (disengage) die Hinterhand beim Hereinholen. (Wir lassen das Pferd erst im Level 2 auf der Zirkellinie anhalten. Jetzt möchtest du, dass es zu dir kommt.) Auf diese Weise kontrollierst du dein Pferd - mental, emotional und physisch.
Die Schlüssel: Drei Teile: Das Senden, das Erlauben, das Hereinholen, Vier Phasen, Verantwortung des Pferdes.


Das Sideways Game #6

Dieses Spiel handelt von Seitwärts. Es geht darum, das Pferd zu lehren, leicht und gleich gut nach rechts und links seitwärts zu gehen. Dass dein Pferd sich athletisch seitwärts bewegen kann ist aus mehreren Gründen wichtig: Aufrichtung, für Galoppwechsel und Spins und als Ausgleich für "Vorwärtsstürmer" (z.B. ehemalige Rennpferde!). Beginne langsam und richtig und benutze einen Zaun oder eine Bande, um die Vorwärtsbewegung zu begrenzen (du wirst dieses Spiel ohne Zaun im Level 2 lernen).
Die Schlüssel: langes Seil, Zone 1 und Zone 4, Vier Phasen


Das Squeeze Game #7

Pferde haben von Natur aus Platzangst. Sie fürchten jede Art von engen und kleinen Räumen, da diese für Fluchttiere eine Katastrophe repräsentieren. Das Squeeze Game #7 macht dein Pferd ruhiger und mutiger, es lernt, ohne Aufregung durch Engpässe zu gehen. Beginne mit einem breiten Engpass und wenn das Pferd mehr Vertrauen gewinnt, verkleinere ihn nach und nach. Verenge ihn bis auf ca. 1m, vergleichbar mit dem Stellplatz eines Pferdeanhängers.
Das Prinzip des Squeeze Game #7 kannst du nutzen, um das Pferd zu lehren zu springen, in Waschplätze, Startboxen, Roping Boxen oder natürlich in Anhänger zu gehen, Gurtenzwang zu überwinden...
Die Schlüssel: Gehe rückwärts, beginne mit einem breiten Engpass, Vier Phasen, praktische Herausforderungen und Anwendungen.





Quelle: Level 1 Homestudy Program, Partnership


Donnerstag, 4. Oktober 2012

Feedback Sylvia Machatschek & weitere Teilnehmer

Level 1 Online Kurs vom 7. und 8. September 2012


Am 7. und 8.9.12 haben wir bei strahlendem Sonnenschein unter der fachkundigen und geduldigen Anleitung von Sieglinde Aumayer mit unseren Pferden am Reiterhof Wagnermühle die ersten Parelli-Schritte gewagt. Was haben wir uns aus den zwei Tagen mitgenommen?

  • Parelli ist erst einmal Selbstkontrolle, die Pferdekontrolle ergibt sich daraus. 
  • Ich fordere meinen persönlichen Freiraum ein, wenn nötig auch mit Nachdruck. 
  • Mein Abstand ist meine Sicherheit. 
  • M&M  (Moment und Menge): im richtigen Moment in der richtigen Dosierung korrigieren und belohnen. 
  • Vertraue deinem Pferd! Wenn du es ihm richtig mitteilst, kennt und macht es seinen Job! 
  • Übung & Abwechslung ist die Garantie für Erfolg.

Zum Ende der zwei Tage haben wir es „gewagt“ unsere Pferde auch in den Kontakt mit dem dunklen, engen Hänger zu bringen. Und siehe da, auch die furchtsamsten Exemplare, die sonst auf 10 Meter nicht an das Ungetüm zu bringen sind, standen entspannt auf der Rampe und beschnüffelten es interessiert. Ein wirklich gelungener und mutmachender Abschluss, der uns und unseren Pferden Appetit aufs Weiterspielen gemacht hat…
Karin, Sonja, Karina, Sabine, Sylvia, Marlis & Siegfried

Stephanie Mairinger und ihr Pferd Melvin



Mein Weg zu Parelli …

An einem schönen Herbsttag vorigen Jahres wollte ich meinen 17-jährigen Wallach Melvin von der Weide holen. Dabei passierte ein Unglück, das meine bisherige Einstellung zu Pferden drastisch veränderte. Aufgrund einer Panikattacke rannte Melvin über mich hinweg und ich landete mit etlichen Verletzungen im Spital. Bis ich wieder vollständig genesen war, hatte ich viel Zeit zum Überlegen und schlussendlich musste ich mich entscheiden, entweder verkaufe ich mein Pferd und gebe das Hobby auf, was nach 20 Jahren nicht gerade leicht ist, oder es muss sich schleunigst etwas beim Umgang mit ihm ändern.

Nach vielen Recherchen im Internet bin ich auf Parelli gestoßen. Beim Durchlesen der Parelli-Homepage war ich vom Fleck weg begeistert und so wurden innerhalb kürzester Zeit 20 Jahre Pferdeerfahrung in Frage gestellt. Was nicht immer leicht für mich war, denn mit dieser Veränderung erntete ich auch viel Ablehnung und Hohn von Menschen die mich in den letzten Jahren begleitet hatten. Ich ließ mich aber von meinem Vorhaben nicht ablenken. Ich kaufte mir die Lern-DVDs und buchte gleich einen Kurs bei Sieglinde. Ich war hellauf begeistert. Bis zu diesem Zeitpunkt, dachte ich, ich weiß alles über Pferde. Doch nach drei Tagen Kurs, bemerkte ich, dass ich speziell über die Natur des Pferdes, nicht viel wusste.
Sieglinde führte mich ein in die Welt und Sprache der Pferde und so wurde mir einiges viel klarer. Auch warum mich mein Pferd damals umrannte, kann ich heute verstehen.
Zwischen Melvin und mir hat sich seither eine ECHTE Partnerschaft entwickelt. Er ignoriert mich nicht mehr und ich spüre ganz stark, wie er mich nun als „Pferdemensch“ wahrnimmt. Er vertraut mir, ist selbstsicherer geworden und es macht einfach Spaß mit ihm zu spielen.
Folgender Satz von Pat Parelli spricht mir aus der Seele:
„I would never, ever hurt you, even if I could. You can absolutely depend on the fact that I am your friend.”
Und glaubt mir, mit dieser Einstellung könnt auch ihr mit eurem Pferd Berge versetzen!!
Und Sieglinde hilft euch dabei!


Montag, 12. September 2011

Elisabeth Musil und ihr Pferd "Beryl"

Liberty - Freiheitsdressur
http://www.myvideo.at/watch/6717963

 On Line - Bodenarbeit mit Seil
http://www.myvideo.at/watch/6716549







Freestyle - Reiten am losen Zügel

http://www.myvideo.at/watch/6910429




Elisabeth über ihre Ausbildung

Ich habe immer auf die Ratschläge von anderen gehört. Egal ob es um Kommunikation, um Verletzungen, um Material oder um die Ausbildung meiner Pferde ging. Mit Freude gab ich die Verantwortung für meine Pferde aus der Hand, wann immer ich es wollte. „Fachleute“ haben sich für jedes Problem eingefunden. Und wenn es kein Problem gab, dann erfand ich eines.
Bis zu dem Tag, als meine kürzlich gekaufte Haflinger Stute vor meinen Augen starb. Diese Bilder werde ich  nie vergessen können. Von diesem Zeitpunkt an, wollte ich die volle Verantwortung für meine Pferde übernehmen. Aber wie, wo ich doch so wenig über die Pferde wusste? Ich wusste viel über diverse Krankheiten, Hufprobleme, bunte Pferdedecken/-bürsten und über Pferderassen, aber kaum etwas über das natürliche Verhalten.

Als ich 5 Jahre alt war sah ich zum ersten Mal die Verfilmung von Walter Farley`s „Der schwarze Hengst“. Die Szenen völliger Einheit zwischen dem Kind und dem Hengst haben mich damals tief beeindruckt. Um ehrlich zu sein, ich habe diesem Traum, den ich als Kind hatte, in den vergangenen 15 Jahren viel zu wenig Bedeutung gegeben. Ich hielt eine Einheit zwischen Mensch und Pferd für vollkommen unerreichbar. Zumindest für mich, schließlich fehlte mir doch das Einfühlungsvermögen, das Händchen, das Wissen und das Talent. Ich dachte lange, dass nur besonders außergewöhnliche Pferde-Menschen zu einer echten Kommunikation mit Pferden in der Lage wären. Und auch nur mit außergewöhnlich intelligenten Pferden. Und zu diesem Kreis der Auserwählten zählte ich weder mich dazu, noch meine Pferde.
Vor 5 Jahren kam Beryl in mein Leben. Beryl war damals 8 Jahre alt, war 2 Jahre zuvor kastriert worden und hatte eine mäßige Reitausbildung, dafür aber eine gute Fahrausbildung erfahren (so wurde es mir erzählt). In seinem Stammbaum finden sich diverse polnische Warmblüter und Vollblutaraber. Die ersten 3 ½ Jahre waren wir hauptsächlich im Wald unterwegs, nachdem er weder für Dressur ein Talent zu haben schien, noch für Western. Und wieder hörte ich gern auf die Ratschläge von anderen. Dazwischen versuchte ich mich immer wieder im NHT weiterzubilden, allerdings ohne nennenswerte Ergebnisse. Ihm war langweilig und ich hatte offenbar das meiste, das diverse Trainer mir beibringen wollten, nicht verstanden. Dass unser Ergebnisvakuum eventuell meine Schwäche sein könnte, kam mir nicht in den Sinn.


Mittlerweile war ich richtig verzweifelt mit meinem Pferd. Er war  verspannt, das Training machte keine Spaß und nichts konnte wirklich helfen. Schließlich entschloss ich mich, ihn umzuziehen. Ich brachte ihn nach Wien (wo ich unter der Woche arbeite) um mehr Zeit für ihn zu haben. Dort lernte ich wunderbare Menschen kennen, unter anderem einen Westerntrainer. Mit ihm hatten wir einige interessante Unterrichtseinheiten, zum ersten Mal lernte ich Reitunterricht ohne Drill kennen. Andi war grundsätzlich sehr menschlich und hatte ein unglaubliches Verständnis für Pferde. Und: er konnte mir die Dinge so erklären, dass ich sie verstehen konnte. Nachdem Andi ein paar Monate später mit seinen Pferden in die Steiermark übersiedelt ist, habe ich mein Pferd wieder ins Waldviertel in meinen alten Stall umgezogen. Und das war gut so, denn dort lernte ich Susan kennen.



Anfang 2007 hatten sie, eine weitere Freundin und ich, unseren ersten Workshop bei Sieglinde Aumayer. Ich war ENTRÜSTET. Alles, was ich über das Training meines Pferdes wusste, hat Sieglinde binnen einer Stunde buchstäblich weggefegt. Ich wollte nicht glauben, dass alle Trainingseinheiten die mein Pferd aufgrund seiner Rückenprobleme absolvieren musste, wenig bis gar nicht sinnvoll gewesen sein sollten. Aber meine Freundin Susan war hartnäckig, also hatten wir 6 Wochen später unseren zweiten Workshop bei Sieglinde. In dieser Zeit konnte ich mir das Level I Package ansehen, mir meine Gedanken machen, und ließ mich freiwillig auf einen kleinen Wettbewerb (nur in meinem Kopf!) mit Susan ein. Meinem Pferd ging es immer besser, er hatte eindeutig Spaß beim (ich nannte es immer noch) Training und ich hatte ein Programm, an das ich mich halten konnte. Seinem Rücken ging es allerdings nur mäßig besser, ich machte mir nach wie vor Sorgen um mein Pferd. Dann wurde Borreliose bei ihm diagnostiziert. Endlich kannte ich den Grund für seine verspannte Muskulatur. Die Therapie schlug bestens an, aus dem Wort „Training“ war mittlerweile „Spielstunde“ geworden. Und ich traute mich endlich wieder, mein Pferd ohne schlechtes Gewissen zu reiten.
Mittlerweile hatte ich auch Workshops mit Michi Grohmann und bin mitten im Level II. Und ich nehme Beryls und meine Fortschritte sehr ernst. Ernst im Sinne von wichtig und sinnvoll – für seine und meine Entwicklung, mental und körperlich. Für mich sieht es mittlerweile so aus, als wären Verständnis, Wissen über die Natur und Geduld (auch mit mir selbst!) wesentlich wichtiger, als ein vielleicht vorhandenes außergewöhnliches Talent für Pferde. Keine Ahnung, ob ich dies habe oder nicht, ist wie gesagt nicht mehr so wichtig für mich. Wichtig ist, dass ich endlich in der Lage bin, zu verstehen, warum mein Pferd zB seinen Kopf zu mir, oder von mir weg dreht. Oder warum er plötzlich wie angewurzelt stehen bleibt, obwohl er schon 1000 Mal an diesem Baum vorbeigegangen ist.
Endlich bin ich bereit, die Verantwortung wirklich zu tragen. Weil ich jetzt keine Ratschläge mehr annehmen muss, sondern in der Lage bin, selbst zu erkennen, wann ich Hilfe und Bildung benötige, und wann ich einfach ein wenig geduldiger und kreativer sein muss.


Thank you Pat & Linda for the program, thank you Susan for your persistency, thank you Sieglinde and Michael for your patience and your knowledge and thank you Beryl for every single moment! 

Elisabeth Musil

Donnerstag, 8. September 2011

Susanne Raab und René Vogl über das Training bei Sieglinde Aumayer

Susanne Raab und ihr Partner René Vogl haben das "Parelli Frühlings Package 2011" bei Sieglinde Aumayer gebucht. Das Package beinhaltet 4 Kurse und zielt darauf ab, Menschen mit ihren Pferden intensiv und in kurzer Zeit weiterzuhelfen. Der Package Preis ist zudem günstiger! Die Termine für´s "Frühlings Package 2012" sind auf Homepage www.sieglinde.aumayer.at zu finden!
Fragen: Elisabeth Musil, 0676 / 88 680 558, s.aumayer@gmx.at

 Die Pferde "Blue Eye" und "Sam" am Kursort in Pregarten, auch den Pferden gefällt es, dass ihre Menschen sie besser verstehen, sinnvoll mit ihnen kommunizieren und Spaß an der Sache haben!




Mein Name ist Susanne, ich bin 30 Jahre und lebe zusammen mit meinem Partner in Attnang-Puchheim in Oberösterreich. Unser ganzer Stolz ist unser Sohn der jetzt drei Jahre alt ist.

Zu meinem eigenen Pferd bin ich erst vor 2 Jahren gekommen, zuvor habe ich mich über Jahre hinweg durch diverse Reitschulen- und stunden gekämpft. Mit mäßigem Erfolg, gut Reiten kann ich immer noch nicht!

Zu meiner Stute bin ich gekommen, weil ich sie für eine Freundin entdeckt hatte und mir dachte die könnte ihr gefallen. Letztendlich hat sie mir mein Partner für mich gekauft, damit wurde auch er mit dem Pferdevirus angesteckt.

Meine Stute Blue Eye war 1 Jahr als wir sie in Salzburg von einem Bergbauernhof abgeholt haben. Damals hatte sie schon das gleiche Stockmaß wie ihre Mutter. Sie hatte sich dann schnell eingelebt. Ein halbes Jahr darauf passierte mir ein kleines Unglück mit ihr, welches ausnahmslos meine eigene Schuld war (Unwissenheit), wobei sie sich erschrocken hatte, mir in den Rücken sprang und ich mir meine Beckenpfanne brach.

Nach meiner 4 Monatigen Genesung war nichts mehr wie es war für mich. Ich zitterte bei jeder kleinen Bewegung von ihr und war unfähig vernünftig mir ihr zu arbeiten. Ich musste etwas tun. So kamen wir zu Parelli und Sieglinde. Wir buchten gleich ein Package und starteten im Frühjahr 2011 damit. Zuvor hatte ich versucht mit dem Heimstudium weiterzukommen, stand damit jedoch irgendwann an.

Heute sind wir in einem neuen Laufstall in Ampflwang. Meine Stute präsentiert sich außerordentlich ausgeglichen und zufrieden. Das gemeinsamen Arbeiten mit ihr macht uns super viel Spaß, sie arbeitet super mit, ist motiviert und bemüht. Wir habe große Fortschritte gemacht. Auch der Hufschmied freut sich über die positive Veränderung.

Wir arbeiten fleißig weiter. Es wäre undenkbar für mich nicht nach Parelli zu arbeiten, da ich so viel Positives für mich und mein Pferd daraus mitgenommen habe. Sieglinde hat uns so viele verschiedene Wege und Dinge aufgezeigt die uns zu einem besseren Umgang verholfen haben und daraus resultierend ein wunderbares ehrliches, angstfreies und partnerschaftliches Verhältnis zwischen mir und einem Schatz Blue Eye.

Vielen Dank für alles!

Susanne & Blue Eye



 




Montag, 5. September 2011

Eine Schülerin stellt sich vor!

Video von Alexandra Soxberger

http://www.youtube.com/watch?v=IMw4efhl0lo&feature=mh_lolz&list=HL1315150897


Hallo,
mein Name ist Alexandra. Ich komme aus Böhlerwerk (Bezirk Amstetten) und bin 15 Jahre alt.
Vor 2 Jahren erfüllten mir meine Eltern einen lang ersehnten Wunsch. Sie kauften mir Atlanta, damals im Alter von 4 Jahren. Ich kannte Sie schon zuvor und war auch „live dabei“ als sie angeritten wurde.

Jetzt im Nachhinein bin ich eigentlich ziemlich erschüttert was Atlanta damals durchmachen musste. Sie wurde angeritten mit einem total unpassenden Sattel. (Die Besitzerin meinte ein junges Pferd wächst sowieso dauernd wieder raus und sie wolle den Sattel nicht alle paar Monate anpassen lassen) Ausbinder waren am Platz natürlich auch immer dabei. Sie sollte dadurch lernen nachzugeben. Was sie dadurch gelernt hat war aber auf keinen Fall nachgeben, das merkte man dann vor allem beim Reiten. Entweder ließ sie den Kopf einfach mit Hilfe der Zügel vom Reiter „tragen“ oder sie rannte herum wie eine Giraffe.

Damals wusste ich es nicht besser und ich ritt sie einfach so lange bis sie schließlich nachgab. Dass ihr das überhaupt keinen Spaß machte, ja wahrscheinlich sogar wehtat, war mir egal.
Ich habe dann gemerkt, dass wir uns mit der Zeit immer weiter voneinander entfernten und sie überhaupt nichts mehr mit mir zu tun haben wollte. Alleine von der Koppel mit mir mitgehen ging sowieso nicht.

Ich dachte mir, es muss doch etwas anderes geben, als immer nur blöd im Viereck Runden zu laufen und mit aller, ich nenn es wirklich schon Gewalt, versuchen das Pferd in eine schöne Anlehnung zu zerren.

Ich bin dann zufällig im Internet auf Parelli gestoßen. Zirka zur selben Zeit erhielt ich ein Prospekt von Krämer, auf dem eine Parelli-Aufführung von Sieglinde Aumayer angekündigt wurde. Bin dann natürlich dorthin gefahren und war total begeistert von der Harmonie und der Ausdruckskraft, die die Pferde hatten.

Von da an war’s für mich klar. Ich wollte das mit Atlanta auch machen. Hab uns dann gleich für einen Kurs angemeldet. Wir haben so viel Neues gelernt und inzwischen auch schon einen zweiten Kurs und eine Intensivwoche besucht. Ich kann gar nicht fassen wie stark wir uns verändert haben. Sie geht mittlerweile alleine von der Koppel mit. Auch wenn die anderen Pferde wiehern bleibt sie völlig ruhig. Sie scheint schon richtig gern bei mir zu sein :-)

Parelli war wohl das Beste, was mir und Atlanta passieren konnte!
Ich kann’s nur jedem empfehlen!

Alexandra

Montag, 8. November 2010

Die 10 Qualitäten eines Horseman!

Menschen, die einen besonderen Draht zu Pferden haben, besitzen mehrere dieser Qualitäten:

Heart & Desire
Respect
Impulsion
Flexion
Attitude
Feel
Timing
Balance
Savvy
Experience

Bist du mit Herz und Verstand bei der Sache, willst du eine tolle Beziehung mit deinem Pferd erreichen? Hast du den nötigen Respekt vor dem Tier und seinen Bedürfnissen? Kannst du deine Energie einteilen und bist geduldig? Bist du flexibel genug, dich anzupassen, ohne deinen Fokus aus den Augen zu verlieren? Hast du eine positive, progressive und natürliche Einstellung zum Leben? Hast du Gefühl, ein gutes Timing und die nötige Balance? Bist du offen, neues zu lernen, um dir Savvy anzueignen? Wie viel Zeit hast du in dein Lernen investiert, kannst du von dir behaupten, Erfahrung zu haben?
Dann bist du wahrscheinlich ein Pferdemensch, den Pferde gern um sich haben!